Tradition der Passionsmusik im Goldenen Kreuz

Die Tradition von Passionsmusiken im Saal „zum Goldenen Kreuz“, die jetzt nach langer Zeit wieder aufgegriffen wird, reicht weit zurück und war gerade in den Jahrzehnten vor und nach Haydns „Sieben letzte Worte“ für das Musikleben in Regensburg besonders bedeutend. Die Aufführung von geistlicher Musik im „Kreuzsaal“ – also in einer nicht sakral – gebundenen Umgebung, übrigens im 18 Jahrhundert auch Spielstätte von Regensburgs ersten öffentlichen Musiktheater-aufführungen, ermöglichte andere, neue Perspektiven beim Erleben der großen Werken.

Es folgt eine Anzeige aus dem „Regensburgisches Diarium 1793“ zu einer  „Unterhaltung“ im Goldenen Kreuz:

Unten abgebildet sind Titelblätter von Libretti zu  Aufführungen im Kreuzsaal:

 

Die heutige Gestalt des Saales, Sitz des Auktionshauses Keup, lässt nach einem umfangreichen Umbau in 1865, nur noch erahnen, wie der „Kreuzsaal“ zu Haydns Zeiten ausgesehen hat.